Fassadenanstriche Fachwerk

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Die besonderen Eigenschaften des Fachwerks aus Holz und Lehm sind gefährdet, wenn die Fachwerkfassaden mit falschen Materialien saniert werden. Dadaurch kann die Diffusion behindert oder gar verhindert werden. Außerdem kann der sogenannte Taupunkt, an dem die Feuchtigkeit kondensiert, in das Fachwerkhaus hinein verlagert werden.

Alukaschierte Mineralwolle, Styropor- und Styrodurplatten, Dampfbremsfolien oder Dampfsperren sind beim Fachwerkhaus dringend zu vermeiden. Zu große Materialstärken, die im Zuge der nachträglichen Innendämmung angebracht werden verändern außerdem den Temperaturverlauf in der Wand des Fachwerkhauses.
Dadurch sammelt sich mehr Feuchtigkeit an, als wieder entweichen kann. Folglich sinkt der Dämmwert und das wichtige Holzskelett wird angegriffen. Um das zu verhindern dürfen an der Innen- sowie an der Außenseite des Fachwerkhauses keine Kunstharzputze, zementgebundene Putze oder diffusionsdichte Farben zur Anwendung kommen. Darüber hinaus rate ich von Tapeten ab.
Kalk- und Lehmputz sowie Lehm- und Kalkfarbe ist für die Wandgestaltung in einem Fachwerkhaus bestens geeignet. Diese gibt es auch in bunten Farben und sind für Wisch- und Deisgntechniken geeignet.

Vor dem Sanieren eines Fachwerkhauses sollte eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden. Auch die Entnahme von Bohrproben im Fachwerk kann sinnvoll sein, damit die Baustoffe beim Sanieren perfekt auf die alte Bausubstanz abgestimmt werden können. 
Gut geeignet sind Fachwerkbalken aus der „Konkursmasse” anderer Häuser. Ist das Holz älter als siebzig Jahre, ist es für Insekten ungenießbar. Auch getrocknetes Eichenholz, mit neun bis zwölf Prozent Feuchtegehalt eignet sich.

Ein Fachwerkhaus besteht zu großen Teilen aus Lehm. Dieser Baustoff hat extrem viele Vorteile und ist leicht zu verarbeiten.
Lehm härtet nur durch Trocknung aus. Deshalb kann er immer wieder aufgeweicht werden, indem man ihn in Wasser löst. So können auch ungeübte Bauherren mit Lehm arbeiten, da Fehler einfach ausgebessert werden können.
Soll das Fachwerkhaus mit Lehm verputzt werden sollte man sich von einem Fachmann helfen lassen, sofern man ein perfekte Ergebnis erzielen möchte. Geübte Heimwerker können aber auch diese Arbeit in Eigenregie durchführen.
Ein zusätzlicher Vorteil von Lehm ist, dass er perfekt für Allergiker geeignet ist, da er keinerlei Allergene enthält. Darüber hinaus ist er extrem umweltfreundich, da der Energieaufwand von Herstellung und Verabeitung sehr gering ist.
Besitzer von Fachwerkhäusern dürfen sich jedoch von unvorhergesehenen Schwierigkeiten nicht abschrecken lassen und müssen Geduld haben. Doch am Ende lohnt es sich, denn ein saniertes Fachwerkhaus ist etwas ganz besonderes.

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